Ich finde mich mitten in Frankfurt am Main wieder und habe endlich mal ein Cafe gefunden, dass mir gefällt. Das liegt wohl eher daran, dass es sich um ein sehr modernes Teehaus handelt, was seinen Charme noch durch eine WLAN Verbindung erheblich verbessern kann.
Ja ich gebe es zu, ich bin Internet- und Tee süchtig und an einem Ort, an dem ich beides haben kann, verbringe ich auch mal gerne Stunden und gebe rund 4 Euro für eine Tasse aus.
Ich denke zurück an gestern. Ich habe mich mit einer netten jungen Frau getroffen, die bei einem renomierten Verlag in Hamburg arbeitet und sich einige Kapitel von meinem noch nicht ganz fertigen Buch durchgelesen hat. Zu meinem Glück hat es ihr gefallen und ich sollte mir vielleicht ein bisschen mehr Zeit nehmen, um es vielleicht in der erste Hälfte diesen Jahres noch fertig zu schreiben. Doch liegt es mir eigentlich fern, mir etwas aus den Fingern zu saugen, nur um etwas zu schreiben. Manche Dinge brauchen einfach Zeit, genauso wie einen guten Tee zu trinken und den Leuten vor den riesigen Schaufenstern beim vorbeihetzen zuzuschauen.
Die ganze Welt um mich herum erscheint, als hätte jemand beschlossen, den Tag einfach vorzuspuhlen, um schneller wieder Wochenende zu haben und irgendwie bin ich froh, dass ich nicht soviel Geld verdiene, dem ich jeden Tag befrackt hinterher rennen muss.
Ein kleines Lächeln regt sich in meinem Gesicht, denn der Tee, den ich mir gerade bestellt habe, trägt den Namen “A beautiful Day” und das passt irgendwie gerade perfekt ins Konzept, denn ich erlebe einen wunderbaren Tag in der dreckigsten Finanzhölle Europas.
“dreckigsten Finanzhölle Europas.” ganz genau, das ist Frankfurt! =)